| Stadtteile Stadsblokken / Meinerswijk in Arnheim |
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Arnheim liegt direkt am Rhein. Im Bereich der Flutungsflächen im südlichen Teil der Stadt liegt das hochwassersichere Gebiet Stadsblokken. Die Hochwasserrückhalteräume haben eine wichtige ökologische Funktion. Bis 1995 war im städtischen Entwicklungsplan der Stadt Arnheim das Gebiet Stadsblokken als wichtiges, künftiges Wohngebiet ausgewiesen. Da jedoch das Gebiet zum Hochwasserrückhalteraum gehört, mussten die Bauentwicklungspläne gestoppt werden. Die niederländische Leitlinie „Raum für den Fluss“ („Beleidslijn Ruimte voor de Rivier“) gestattet nicht mehr, dass im Bereich von Hochwasserrückhalteräumen Häuser errichtet werden. Das niederländische Ministerium für Verkehr, Wasserwirtschaft und Öffentliche Arbeiten (Rijkswaterstaat) möchte diese Hochwasserrückhalteräume vorsehen, um dem Rhein bei Hochwasser mehr Raum zu geben. Seit den Fluten von 1993 und 1995 entwickelt das Ministerium einen nationalen Plan, um mehr Raum für den Fluss zu schaffen, damit das Land hinter den Deichen – wozu auch bebaute Flächen zählen – bei Hochwasser nicht mehr überschwemmt wird. Dieser nationale Masterplan (“Planologische Kernbeslissing Ruimte voor de Rivier”) hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung des Gebiets Stadsblokken.<//font>
Das Projekt Stadsblokken untersucht – als Teil des Interreg IIIB Projektes Urban Water – momentan die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gebiet Stadsblokken. Kernfrage hierbei ist: Wie können die erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen für die bebauten Flächen in und um Arnheim mit der Entwicklung des Gebiets als Stadtpark vereinbart werden? Außerdem bildet die Naturentwicklung des Gebiets ein weiteres wichtiges Ziel. Die ökologischen Hauptstrukturen sollen verstärkt werden und bereits im Gebiet liegende, vorhandene Werte berücksichtigt werden.
Die Studie stellt vier Alternativen für die Entwicklung des Gebiets vor. Die Alternativen IA und IB konzentrieren sich auf Maßnahmen zum Hochwasserschutz außerhalb des Projektbereichs und legen das Schwergewicht auf die Naturentwicklung. Sie werden daher auch „Grüner Fluss“ Alternativen genannt. Bei den Alternativen IIA und IIB, die so genannten „Blauer Fluss“ Alternativen, stehen die Maßnahmen zum Hochwasserschutz des betreffenden Gebiets im Vordergrund. Die Auswirkungen der Entwicklungsalternativen des Gebiets auf die Hauptziele des Projektes, z. B. Senken des Rheinpegels bei Hochwasser, Einrichtung eines Stadtparks sowie Naturentwicklung, sind bereits ausgearbeitet worden.
Auch wurden die Auswirkungen auf Grundwasser, Morphologie, Boden, Natur, Landschaft, Kulturgeschichte, Archäologie, Lebensbedingungen, Zugänglichkeit, Beschäftigung und Kosten bei den vier Alternativen untersucht. Die gesetzlichen Verfahren und die nächste Planungsphase des Projektes werden vorgestellt.
Drei der vier Alternativen kommen dem Wunsch der Stadt Arnheim nach Einrichtung eines Stadtparks nach. Diese Alternativen entsprechen den Grundgedanken der Leitlinie „Raum für den Fluss“ („Beleidslijn Ruimte voor de Rivier“). Abhängig von der raumplanerisch wirksamen Entscheidung „Raum für den Fluss“ wird in der nächsten Projektphase die am besten geeignete Alternative weiterentwickelt und der endgültige Entwicklungsplan ausgewählt. 




Last update: 16:30 13/02 2007 |